… in Deutschland in Privatgärten über 6000t Pflanzenschutzmittel im Jahr eingesetzt werden? Auf dem eigenen Grundstück nehmen wir Deutschen es offensichtlich mit den Pflanzenschutzvorgaben nicht so genau: Der Absatz an Chemikalien steigt weiter. Pflanzenschutzmittel klingt harmlos, dabei handelt es sich um hochgiftige Substanzen, die auch den Anwender schädigen können. Pestizid ist der Oberbegriff für die Mittel gegen unerwünschte Pflanzen, Insekten und Pilze. Sie werden zu den gefährlichsten Umweltgiften überhaupt gezählt. Pestizide töten und schädigen nicht nur unerwünschte Insekten und andere Lebewesen und vernichten sogenanntes Unkraut. Auch Glyphosat als Herbizid tötet unterschiedslos alle Pflanzen ab. Die Privatgärten mit einer Fläche von 930 000 ha und 2,6% der deutschen Gesamtfläche stellen ein großes Potential für den Artenschutz dar, wenn sie giftfrei und naturnah bewirtschaftet werden.

Es gibt pestizidfreie und damit insektenfreundliche Alternativen, die nicht nur günstiger, sondern auch artenfreundlich sind. Gegen Unkraut hilft Jäten und Umgraben, die Ansiedlung von Nützlingen wie z.B. Marienkäfer, Florfliege, Schlupfwespe, Ohrwurm, Spinnen, Vögel… hilft gegen Schädlinge, man muss ihnen nur Nahrung und Unterschlupf bereitstellen. Mischkulturen schützen sich gegenseitig und wehren Schadinsekten ab. Die Wahl der richtigen Kulturpflanzen, die standortangepasst sind, reduziert den Pflegeaufwand. Pflanzenjauchen zum Beispiel aus Rainfarn oder Brennnesseln stärken und schützen die Kulturen. Den Boden kann man mit Mulch, Kompost und bodenverbessernder Gründüngung statt mineralischem Dünger versorgen. Synthetischer Dünger wird nämlich aus fossilen Energieträgern gewonnen. Eine Mulchschicht hilft auch gegen die Austrocknung des Bodens. Über die Problematik von Torf in Blumenerde haben wir schon geschrieben- nutzen Sie torffreie Blumenerde.

Foto: Phil Hearing on Unsplash

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