Wussten Sie schon, dass …

in vielen gängigen Kosmetikartikeln Mikroplastik steckt. In Spülungen für die Haare sorgt es, meist in Form von Silikon, für gute Kämmbarkeit, in Gesichtscremes produziert es ein seidiges Hautgefühl, Körperlotionen lassen sich damit angeblich besser verteilen. Sonnenschutzmittel sollen mit Zusätzen aus Mikroplastik besser auf der Haut haften und sie wasserfest machen. Auch in Augen-Make-up und Lippenstiften sind sie enthalten und sorgen dort für Glanz. Im Lippenstift können sie über den Mund in den Körper geraten. Über gesunde Haut gelangen Mikroplastikpartikel eher nicht ins Körperinnere, so die Wissenschaft. Sie legen sich im Gegenteil wie eine Plastikfolie auf die Haut. Ihre Wirkweise innerhalb des Körpers ist weitgehend unerforscht, eine krebsauslösende Wirkung ist nicht ausgeschlossen, außerdem wird eine hormonähnliche Wirkung vermutet. Beim Waschen, Duschen, Baden, aber auch beim Schwimmen geraten die besonders kleinen Mikroplastik-Partikel in den Wasserkreislauf. Sie sind biologisch nicht abbaubar und werden von Kläranlagen nicht herausgefiltert. Mikroplastik findet sich inzwischen an allen Orten der Erde, auch im arktischen und antarktischen Eis. Im Wasser wirkt Kunststoff aufgrund seiner Oberflächeneigenschaften darüber hinaus wie ein Magnet auf Umweltgifte. Wasserlebewesen können das Schadstoff-Plastik-Gemisch mit Futter verwechseln. Essen wir Fische, essen wir damit auch das von den Tieren aufgenommene Mikroplastik.

Die Liste der Inhaltsstoffe auf Kosmetikartikeln muss Mikroplastik nennen, allerdings ist sie oft kaum zu entziffern, da in winziger Schrift. Auch steht da nicht einfach „Mikroplastik“, sondern die chemische Bezeichnung: Acrylate Copolymer, Acrylate Crosspolymer, (Di-)Methicone (das ist Silikon), Nylon-12, Polyamid, Polyurethan, Ethylen-Vinylacetat …

Nützliche und kostenlose Helfer zur Identifizierung unerwünschter Inhaltsstoffe sind z. B. die App Codecheck oder die vom BUND entwickelte App TOXFOX. Einfach mit dem Smartphone den Barcode scannen. Zertifizierte Naturkosmetik ist frei von Mikroplastik.

Foto: Vergrößerte Inhaltsstoff-Angabe einer Gesichtscreme – Acryl, Nylon, Vinyl… alles drin.

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