… dass Feinstaub eine erhebliche Gesundheitsgefahr darstellt? Durch Feinstaub werden A temwegserkrankungen wie zum Beispiel Asthma ausgelöst, er kann schwerwiegende Herz- und Kreislauferkrankungen verursachen. Es gibt zunehmend auch Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Entstehung von Diabetes und neurodegenerativen Erkrankungen. Das internationale Krebsforschungszentrum der WHO stuft Feinstaub als krebserregend ein. In Deutschland werden Grenzwerte an vielen Stellen überschritten. Feinstaub entsteht bei Verbrennungsprozessen und im Verkehr zusätzlich durch Abrieb von Reifen und Bremsbelägen. Eine unerfreuliche Nachricht ist, dass laut Umweltbundesamt die 30 Millionen Kleinfeuerungsanlagen, das sind Kaminöfen, pro Jahr mehr Feinstaub ausstoßen als der gesamte Verkehrssektor. Deshalb sind die in der gegenwärtigen Energiekrise immer beliebter werdenden Kaminöfen für unsere Gesundheit keine wirklich gute Heiz-Alternative, wenn sie nicht bestimmte Kriterienerfüllen.

Beim Autofahren kann durch ein verringertes und angepasstes Tempo, speziell auch in Kurven, moderate Beschleunigung und vorausschauendes Fahren der Abrieb von Reifen und Bremsen vermindert werden. Auch ein möglichst niedriges Gewicht des Fahrzeugs reduziert den Reifenabrieb. Durch das hohe Gewicht der Batterie sind Elektroautos deshalb auch diesbezüglich wenig umweltfreundlich. Vorrichtungen, die Bremsabrieb auffangen, sind in der Entwicklung, ebenso wird an neuen Reifenmaterialien geforscht. Unterschiedliche Reifenmarken unterscheiden sich stark in Bezug auf den Abrieb. Den Herstellern ist das Feinstaubproblem also sehr wohl bewusst. Für Kaminöfen schreibt das Bundesimmissionsschutzgesetz Grenzwerte vor. Öfen, die die Grenzwerte überscheiten, müssen mit Feinstaubfiltern nachgerüstet oder stillgelegt werden. Dafür gilt eine neue Deadline bis 2024. In heimischen Kaminöfen sollte außerdem nur trockenes Holz verbrannt werden. Mit der Einhaltung der Vorschriften tut man der eigenen und der Gesundheit der Nachbarn einen Gefallen. Eine gute Nachricht ist die Feinstaubbelastung und die damit verbundenen Probleme nicht, wenn man sich über die praktische Heizalternative in der Energiekrise gefreut hat, aber keinen Handwerker für eine Nachrüstung bekommt.

Foto: Andres Siimon on Unsplash

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