Kommunale Wärmeplanung – Das Konzept steht kurz vor dem Abschluss

Pressemitteiltung der Gemeinde Kusterdingen

Die Stadtwerke Tübingen, seit Herbst 2024 mit der Kommunalen Wärmeplanung für Kusterdingen mit allen Ortsteilen beauftragt, haben dem Kusterdinger Gemeinderat weitere Zwischenergebnisse präsentiert.

Die Bestandsaufnahme ist vollständig abgeschlossen. Insgesamt konnten 2.569 Wohngebäude, 289 Industrie- und Gewerbebauten, dazu 49 öffentliche Gebäude erfasst werden. Der Gesamtwärmebedarf beträgt etwa 78.000 MWh je Jahr und wird aktuell bereits zu 25 Prozent mit erneuerbaren Energieträgern erzeugt.

Abb. 1 (Titelbild): Baujahr der Wohngebäude in Kusterdingen

Abb. 2: Anzahl der Heizungsanlagen nach Energieträgern

Die Potentialanalyse ergab, dass relativ wenig Flächen, die der Gemeinde Kusterdingen gehören, zum Einsatz von erneuerbaren Energien in den einzelnen Ortsteilen zur Verfügung stehen. Trotzdem könnten hierauf theoretisch durch Geothermie und Solarthermie relativ große potenzielle Wärmemengen von mehreren 10.000 MWh/a erzeugt werden.

Das Einsparpotenzial in Gesamt Kusterdingen im Gebäudesektor wird konservativ mit max. nur 20 % bis 2045 angenommen, während die Zielsetzung des Landes Baden-Württemberg von etwa 50 % Einsparpotenzial ausgeht.

Relativ gering mit wenigen 1.000 MWh/a schätzen die Stadtwerke Tübingen das noch nutzbare Abwärmepotenzial aus Biogasanlagen ein.

Aktuell erstellen die Stadtwerke Tübingen das Zielszenario samt zugehöriger Wärmewendestrategie. Erste Maßnahmenüberlegungen sollen demnächst im begleitenden Lenkungsausschuss diskutiert werden.

Für Ende September ist die Vorstellung des KWP im Gemeinderat vorgesehen, im Oktober soll in einer öffentliche Bürgerinformationsveranstaltung informiert und diskutiert werden.

Hintergrund Informationen zur Kommunalen Wärmeplanung

Alle Kommunen in Deutschland sind gesetzlich verpflichtet, eine „Kommunale Wärmeplanung“ (KWP) bis 2028 zu erstellen. Sie dient dazu, Grundlagen für zukünftige Planungen zur Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung zu schaffen. Konkret bedeutet dies:

  • Wo sind Wärmenetze möglich und sinnvoll?
  • Welche Gebäude kommen dafür weniger oder gar nicht in Frage und deren HausbesitzerInnen müssen eigene Lösungen zur Wärmeerzeugung finden?
  • Welche nachhaltigen Energieträger sind zur Wärmerzeugung einsetzbar,
    z. B. Solaranlagen oder Wärmepumpen, ggf. auch Holz?
  • Gibt es Möglichkeiten zur Abwärmenutzung, beispielsweise aus Abwasserkanälen oder von Betrieben?

Die KWP umfasst im Wesentlichen fünf Teile:

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