Aus Anlass der IAA in München kocht erneut die Idee auf, ein Verbrenner-Aus für 2035, wie es die EU beschlossen hat, sollte rückgängig gemacht werden. Ein Hauptargument plädiert für Technologieoffenheit. Es fordert die Möglichkeit, nach 2035 Verbrenner weiter zu produzieren, da sie mit „E-Fuel“ (synthetischem Kraftstoff) genutzt werden könnten. Dieser Ansatz ist wenig sinnvoll, da für die Herstellung von diesem synthetischen Kraftstoff wesentlich mehr elektrische Energie eingesetzt werden muss als dies bei einem direkten elektrischen Antrieb der Fall ist. Nach Aussage von Stefan Bratzel, Direktor des unabhängigen Forschungsinstituts Center of Automotive Management (CAM) (https://www.deutschlandfunk.de/halbherziges-aus-fuer-verbrenner-interview-mit-prof-stefan-bratzel-cam-dlf-102ffc52-100.html ) kann ein Elektroauto mit der gleichen Menge Strom etwa viermal weiter fahren als ein Verbrenner, der E-Fuels nutzt, wobei bei der Herstellung von E-Fuel noch einmal die Hälfte der Energie verloren geht. Eine solche Verschwendung von Energie ist sicher nicht zielführend.

Es ist auch zu berücksichtigen, dass es ohne politische Rahmenbedingungen kein bleifreies Benzin, keine Sicherheitsgurten und keinen Katalysator gäbe. Offensichtlich sind politische Vorgaben notwendig, um Fortschritte bei der Automobiltechnik zu gewährleisten (https://www.bpb.de/themen/klimawandel/dossier-klimawandel/559861/das-verbrenner-aus-ist-konsequent-und-notwendig/ ).
